neu streichen beim Einzug - muss der Nachmieter sich das gefallen lassen?

  • Folgender Fall:


    Die Wohnung wurde mit einer Maklerin besichtigt. Tolle Wohnung alles schön - Tapetenweiß: Leider vergilbt. Eventuell Vormieterin Raucherin?

    Auf Nachfrage bei der Maklerin ob gestrichen wird: "Ja klar, da wird sicher gestrichen. Das ist doch üblich beim Auszug"


    3 Wochen später: Schlüsselübergabe mit einer Mitarbeiterin der Hausverwaltung - Wände natürlich nicht gestrichen. Auf Nachfrage fragt die Mitarbeiterin bei der Vormieterin nach.

    Die sagt, bei ihrem Einzug vor vielen Jahren war auch nicht frisch gestrichen, deshalb sieht sie es nicht ein.


    was sagt man dazu. Rechtliche Schritte einleiten oder den Sauren Drop schlucken?

  • Die Instandhaltung der Wohnungen ist eigentlich Vermietersache, allerdings darf dieser gewisse Verpflichtungen

    auf seine Mieter übertragen. Das lässt sich unter "Schönheitsreperaturen" zusammenfassen.

    Doch das muss relativ strengen Regeln folgen.


    Man kann nicht allgemein sagen, dass jede Wohnung nach Ende des Mietverhaltnisses gestrichen werden muss.

    Allerdings kann man einen kleinen Fragen-Katalog abarbeiten.

    - hast du die Wohnung in einem renovierten Zustand übernommen?

    - macht der Zustand des Mietobjekts tatsächlich eine Renovierung erforderlich?

    - steht das Ganze im Mietvertrag?

    - enthält der Mietvertrag eventuell unwirksame Klauseln?


    Die Rechtsprechung folgt auch dem Grundsatz, das man eine Wohnung nicht in einem besseren Zustand abgeben muss als man

    eingezogen ist. Das würde für deine Vormieterin sprechen, was wieder ärgerlich für dich wäre.

    Da wäre es auch wichtig zu wissen wie lange die in der Wohnung gewohnt hat, da nach einiger Zeit auch wieder Abnutzungsspuren entstehen.
    (Quelle: https://www.mietkautionsbuergs…-vermieter-verlangen.html )

    Prüfe deinen Fall am besten nochmal anhand dieser Informationen, erkundige dich bei deinen Vermietern und ziehe eventuell den

    Mieterverein heran!